DSK

Samuel- Erinnerungen zum in die Hand nehmen

Unsere Geschichte beginnt schon vor vielen Jahren, mit einer unfreiwilligen Schwangerschaft und meinem Sternenkind Tim, der in der 17. Schwangerschaftswoche wieder zu den Sternen gereist ist – völlig ohne ärztliche Versorgung, völlig ohne Unterstützung, nur ich und mein Baby. Deshalb gibt es von Tim weder Bilder noch Dokumentation...nichts als die Erinnerung, die in dem Fall auch völlig chaotisch ist.

Jahre später lernte ich meinen jetzigen Mann kennen und wir begannen uns ein Kind zu wünschen. Doch es dauerte eine ganze Weile, bis sich unsere Tochter zu uns auf den Weg machte. Ich zitterte mich durch die Schwangerschaft, aber trotz Blutungen blieb unsere Maus bei uns.
Zwei Jahre später folgte unser Sohn, der zu Beginn der Schwangerschaft schon fast zur „missed abortion“ erklärt wurde und sich nach einer Woche zittern und Bangen dann doch noch gezeigt hat. Auch er durfte bei uns bleiben.

Inzwischen war ich schon etwas ruhiger und Anfang 2018 war die Freude groß, als ich wieder schwanger war. Aber so leicht sollte es uns nicht gemacht werden.
Von Anfang an ging die Entwicklung nicht richtig voran. Zu lange nur eine Fruchthöhle, dann ein kleiner Punkt, als man längst einen Herzschlag sehen sollt. Als schon der Termin für eine Ausschabung gemacht war, war auf einmal ein Herzschlag zu sehen, wenn auch sehr langsam. Zwischen Hoffen und Bangen fuhren wir wieder nach Hause. In dieser Nacht verabschiedete sich unsere Sternentochter Sarah und reiste zurück zu den Sternen. Die Kollegen bei der Arbeit machten uns das Leben nicht leichter. Wir suchten nach Alternativen, aber auch diese erwiesen sich als Fehlgriff....

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Amelia und Amelie - die siamesischen Zwillinge


Dieser Einsatz wird mich, denke ich, noch eine Zeit begleiten... ich war die Tage in Reutligen bei dem Sternchen Josib, die Hebamme Jule und ich richteten den kleinen Mann gerade her, seine Mama wollte ihn nicht sehen, nur die Bilder irgendwann mal, vielleicht, oder vielleicht auch nicht ...- sie wusste es nicht so genau. Jule, eine super liebe Hebamme, holte noch ein Mützchen für Josib und kämpfte schwer mit den Tränen - hatte sie doch erst selber vor über einem Jahr ein Sternchen geboren... ihre Anspannung war deutlich in ihrem Gesicht geschrieben, und doch richtete sie mit einer Hingabe und Liebe den kleinen Stern her... - auch wenn ihr die Tränen nun doch über die Wangen liefen, sie wusste, das muss jetzt so sein, damit sie loslassen kann von ihren eigenen Gedanken... - plötzlich klingelte mein Handy, der Papa eines anderen Einsatzes, welcher erst am Wochenende mit der Entbindung zu rechnen war, teilte mit, seine siamesischen Zwillinge sind gerade eben geboren, ob ich bitte kommen könnte, seine Frau freut sich auf mich!!!

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​Adrie Fritz Johannes „die Welt steht still“

Ich möchte Euch meine Geschichte erzählen und mich auf diesem Wege bei Jasmin, unserer wunderbaren Sternenkind-Fotografin, bedanken.

Als ich am 30.07.2018 mit 42 Jahren erfuhr, dass ich ungeplant und unerwartet schwanger war, war ich zunächst geschockt aber dann waren wir glücklich und freuten uns auf unser Baby. Ein Geschenk eben…

Alle vier Wochen ging es furchtbar aufgeregt zu den Untersuchungen und immer war alles völlig in Ordnung. Es war so schön zu sehen, wie das Baby immer mehr als solches zu erkennen war und wie er sich bewegte.

Bis der 15.11.2018 kam. Da bekam ich „aufgrund meines Alters“ eine Überweisung zu einem anderen Frauenarzt, um Fehlbildungen ausschließen zu lassen. Als wir dann am 22.11.2018 um kurz nach 14 Uhr in der 22. SSW erfuhren, dass wir einen Sohn bekommen, waren wir überglücklich. Eine Stunde später wussten wir, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist, mit unserem Sohn.

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Maries Fotografin erzählt...

Es ist Samstag, ein Einsatz kommt rein. Ich nehme an. Die kleine Marie, 40. Woche tot geboren mit Trisomie 18. Der Bestatter will die Kleine Sonntag zu den Eltern nach Hause bringen, sie möchten gerne Fotos mit der Familie zu der auch zwei kleine Jungs gehören. Wieder eine ganz andere Situation als bei meinen ersten beiden Einsätzen. Ich telefoniere mit der Mutter. Sie wirkt gefasst und freut sich total, dass jemand anruft. Wir vereinbaren uns Sonntag Mittag bei ihnen zu Hause zu treffen. Nachmittags die Nachricht, der Bestatter bekommt die Kleine morgen nicht. Wir verschieben auf Montag Nachmittag. Beate ist mein Backup und immer im Hintergrund.

Montag morgen habe ich eine aufgelöste Mutter am Telefon. Der Bestatter war in der Klinik, er konnte die Kleine wieder nicht mitnehmen, es wird gestreikt in der Klinik. Ich bin fassungslos, beruhige die Mutter, dass wir das auf jeden Fall hinkriegen. Ich überlege noch, ob wir über Dein Sternenkind etwas erreichen können, aber es bringt nichts, der Bestatter hat heute keine Zeit mehr. Der Dienstag geht ins Land, ich kann heute auf keinen Fall, Beate hält sich bereit.

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Drei Jahre mit Marlene

Marlene wurde für ein kurzes Leben geboren. Das war vom ersten Tag an klar. Vor knapp drei Jahren gab es in der Klinik schon einmal Bilder von ihr, weil niemand wusste, ob Sie es überhaupt ins Leben hinein schaffen würde. Aber sie tat es und schenkte ihren Eltern diese Jahre.

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Gewinner des Publikumspreises 2017 vom




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