Mathildas Mama erzählt
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Mathildas Mama erzählt


Der 21.Mai 2017 war ein schöner Tag. Der Tag an dem ich nach meiner schmerzlichen Fehlgeburt in der 9.Woche 4 Monate zuvor einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen hielt. Die Freude war groß, wenn auch aufgrund des kürzlich Erlebten noch etwas verhalten.

Erster Frauenarztbesuch: Herzschlag - alles bestens! Ab dann begann meine Schwangerschaftsübelkeit, die mich und auch meinen Partner in dieser Schwangerschaft sehr viel Energie und Nerven kostete. Diagnose Hyperemesis gravidarum. Kotzübel von früh bis spät, erbrechen ohne etwas gegessen zu haben, Infusionen, Krankenhausaufenthalt, kein Essen, keine Flüssigkeit mit dem Resultat minus 12 kg! Nichts half. Aber der kleine Mensch in mir wuchs und wuchs und mit jeder Untersuchung wuchs unsere Freude. Nackenfalte unauffällig, beim Organscreening in der 20. Woche alles super, nur wie beim ersten Kind stellte der Arzt eine Vorderwandplazenta fest. Auch das Geschlecht wurde nochmal bestätigt: noch ein Mädchen! Wie schön! Unsere Mathilda!

Langsam ließ auch die Übelkeit nach und ich konnte meine Schwangerschaft endlich genießen. Bis dann die neuen Beschwerden wie Wasser und Sodbrennen kamen, aber da half Gaviscon zumindest ganz gut.

Im November heirateten mein Partner und ich. Zum Einen weil wir es ohnehin vorhatten, aber den Zeitpunkt wählten, damit uns nach der Geburt der Kleinen die Behördengänge erspart blieben und wir alle den gleichen Familiennamen haben sollten. Zum Anderen hatten wir gerade unser Haus saniert und wollten uns wegen des Kredits absichern. Unser Leben lief quasi perfekt und wir hatten das Gefühl, dass wir die glücklichsten Menschen auf der Welt wären. Auch unsere 2 Jahre alte Tochter freute sich sehr auf ihre Schwester.

Doch einen Monat später sollte sich unsere heile Welt für eine Weile aufhören zu drehen... An die Worte: „Der Mensch plant und Gott lächelt.“ werde ich mich immer erinnern.

Ich hatte Ende November einen Frauenarzttermin, wo er sich die Versorgung des Kindes genau ansah. 32. Woche - alles bestens, Gewicht und Größe normal.

2 Wochen später, ich hatte die kleine Maus einen Tag nicht gespürt, wurde ich dann ein bisschen nervös und rief meine Hebamme an - sie sollte mit dem Hörrohr die Herztöne erhören. Leider war sie nicht sehr geübt darin und konnte nicht sicher sagen, was sie hörte, aber es käme ihr so vor als wäre alles ok! Am nächsten Tag habe ich eine liebe Freundin besucht, aber Bauchmassagen und Zitrusgerüche entlockten Mathilda auch keinerlei Bewegung. Am nächsten Morgen wieder zum Frauenarzt. Die Assistentin schloß mich ans CTG an - keine Herzgeräusche. Ich wurde nervös und auch mein Frauenarzt meinte sofort: zum Ultraschall. Hastig schallte er aus diversen Perspektiven und nach einer Weile sah er mich an und meinte betroffen: „Es tut mir leid, aber ich kann keinen Herzschlag finden.“

Wow, ich wusste nicht was ich denken oder sagen sollte. Weinen konnte ich auch nicht, aber es würden noch genügend Tränen kommen. Ich dachte einfach nur „Scheiße“!! Ich wurde ins Nebenzimmer begleitet, wo ich auf meinen Mann wartete, damit wir gemeinsam weiter ins Krankenhaus fahren konnten. Er war so unglaublich stark und fuhr die 40 km ins Krankenhaus selbst.

Im Krankenhaus erwarteten uns die Ärzte schon und kontrollierten nochmal ganz genau, ob Mathilda auch wirklich tot wäre und klärten uns über die weiteren Schritte auf. Ich hatte unsere erste Tochter aufgrund meines Augenleidens vor 2 Jahren mit Kaiserschnitt entbunden und wollte diesmal auch einen. Die Ärzte rieten mir dringend davon ab und schickten mich auf die Augenambulanz, wo sich ein Augenarzt den Status quo meiner Netzhaut ansah. Er fragte, wieviel die Maus denn wog. Ca 1700 g. „Aso, das is ja dann kein big drama.“ waren seine Worte zum Gynäkologen. Zurück auf der Geburtenstation schlugen uns die Ärzte vor, dass wir es uns bis morgen noch überlegen sollten und eine Nacht drüberschlafen. Wenn wir eine natürliche Geburt anstreben würden, dann sollten wir am späten Nachmittag zur Einleitung kommen. Nach einer kurzen Diskussion am Abend entschieden wir uns, es natürlich zu probieren. Die Ärzte sprachen davon, dass es Tage dauern könnte.

Die Einleitung wurde mittels Ballonkatheter, der über Nacht drinnenbleiben sollte, begonnen und hatte den Muttermund nur um 2 cm geöffnet. Daher bekam ich zusätzlich Medikamente und nach der Mittagsration begannen um 12:30 die Wehen! Eigentlich ohne Pause. Aber nachdem ich bei der meiner ersten Geburt keine Wehen hatte, wusste ich nicht wie sich so etwas anfühlte. Die Hebamme kam um 13:30 mal, um den Muttermund zu kontrollieren, aber es hatte sich nichts weiter getan und es würde noch Stunden dauern. Aber die Wehen hörten nicht auf und ich realisierte nicht, dass ich schon Presswehen hatte bei dem Gefühl, dass ich verstopft wäre.

In der Zwischenzeit hatte mein Mann auf die Broschüre von „Dein Sternenkind“, die wir im KH erhalten hatten ein Auge geworfen. Er war sich zuerst nicht sicher, ob es nicht zu aufwändig wäre, dort einen Fotografen od Fotografin zu organisieren, aber entschied sich dann - zu unserem großen Glück - das Online-Formular auszufüllen. Keine 5 Minuten später rief dann auch schon der Kai an. Und keine 15 Minuten später meldete sich eine Fotografin, die meinte, dass sie immer könnte außer am Abend. Aber sie hätte wen, sollte es am Abend soweit sein.

Von Stunden konnte aber keine Rede mehr sein und um 15:40 schoben mich die Schwestern, nachdem ich mehrmals um einen Einlauf gefleht hatte, halb panisch ins Kreißzimmer. Die Hebamme war sehr überrascht als sie feststellte, dass der Kopf der Kleinen schon fast halb raussah. Um 16:00 kam Mathilda dann auf die Welt. Es war dann doch alles sehr schnell gegangen. Beruhigt durch das letzte Schmerzmittel war dieser Moment sehr friedlich und ganz was besonderes, weil Mathilda in einer Glückshaube auf die Welt kam. Das ist ein ganz besonderes und seltenes Phänomen bei der Geburt, bei der sich die Fruchtblase wie eine Maske über das Neugeborene legt und ihm für immer Glück bringen sollte. Die Hebamme meinte, dass mir diese Glückshaube die Geburt erleichtert hätte. Ein schöner Gedanke. Ich hatte die Kleine noch nicht gesehen und wir wollten auf die Nachgeburt warten aber sie kam nicht und saß sehr fest. Die Hebamme holte einen Arzt und versuchte die Plazenta mit Zug zu lösen - nichts tat sich. „Da müssma nochmal umischern.“ meinte der junge Assistenzarzt. Und auch der Narkosearzt, vor dessen Zynismus und Unhöflichkeit uns die Hebamme gewarnt hatte, kam zur Aufklärung. „Na, dann gemma mal das Kinderzimmer zammräumen.“ waren seine Worte als er das Kreißzimmer in Richtung OP verließ. Diese Wortmeldungen waren mir aufgrund meines tollen Schmerzmittels in diesem Moment mehr als egal. Ab in den OP - Curretage unter Vollnarkose.

Nach der Aufwachphase wurde ich dann in ein abgedunkeltes Zimmer gebracht, wo mich mein Mann und meine kleine Maus erwarteten. Ich war sehr aufgeregt, sie endlich zu sehen und sie in meinen Armen halten zu dürfen. Sie war so ein wunderschönes Baby - so wunderschön und schon so fertig! Wenig später kam unsere Sternenkind-Fotografin. Eine sehr liebe und zurückhaltende Frau. Obwohl sie eine völlig Fremde war, war sie uns sofort vertraut. Sie hielt unseren schlimmsten und gleichzeitig schönsten Moment in wundervollen Bildern fest. Ich fragte sie, ob sie schon öfter solche Einsätze gehabt hätte - Nein, das sei ihr erstes Mal. Es ist auch unser erstes Mal - sagte ich.

Kurz vor Weihnachten brachte sie uns dann die Fotos. In einer wunderschönen Holzschachtel. 5 ausgearbeitet, die restlichen 45 auf einem hölzernen USB-Stick. Wunderschöne Erinnerungsfotos gemacht von einem wundervollen Menschen.


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Tanja von Rhoden über Ihre Arbeit bei Dein-Sternenkind
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