DSK

Amelia und Amelie - die siamesischen Zwillinge


Dieser Einsatz wird mich, denke ich, noch eine Zeit begleiten... ich war die Tage in Reutligen bei dem Sternchen Josib, die Hebamme Jule und ich richteten den kleinen Mann gerade her, seine Mama wollte ihn nicht sehen, nur die Bilder irgendwann mal, vielleicht, oder vielleicht auch nicht ...- sie wusste es nicht so genau. Jule, eine super liebe Hebamme, holte noch ein Mützchen für Josib und kämpfte schwer mit den Tränen - hatte sie doch erst selber vor über einem Jahr ein Sternchen geboren... ihre Anspannung war deutlich in ihrem Gesicht geschrieben, und doch richtete sie mit einer Hingabe und Liebe den kleinen Stern her... - auch wenn ihr die Tränen nun doch über die Wangen liefen, sie wusste, das muss jetzt so sein, damit sie loslassen kann von ihren eigenen Gedanken... - plötzlich klingelte mein Handy, der Papa eines anderen Einsatzes, welcher erst am Wochenende mit der Entbindung zu rechnen war, teilte mit, seine siamesischen Zwillinge sind gerade eben geboren, ob ich bitte kommen könnte, seine Frau freut sich auf mich!!!

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​Adrie Fritz Johannes „die Welt steht still“

Ich möchte Euch meine Geschichte erzählen und mich auf diesem Wege bei Jasmin, unserer wunderbaren Sternenkind-Fotografin, bedanken.

Als ich am 30.07.2018 mit 42 Jahren erfuhr, dass ich ungeplant und unerwartet schwanger war, war ich zunächst geschockt aber dann waren wir glücklich und freuten uns auf unser Baby. Ein Geschenk eben…

Alle vier Wochen ging es furchtbar aufgeregt zu den Untersuchungen und immer war alles völlig in Ordnung. Es war so schön zu sehen, wie das Baby immer mehr als solches zu erkennen war und wie er sich bewegte.

Bis der 15.11.2018 kam. Da bekam ich „aufgrund meines Alters“ eine Überweisung zu einem anderen Frauenarzt, um Fehlbildungen ausschließen zu lassen. Als wir dann am 22.11.2018 um kurz nach 14 Uhr in der 22. SSW erfuhren, dass wir einen Sohn bekommen, waren wir überglücklich. Eine Stunde später wussten wir, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist, mit unserem Sohn.

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Maries Fotografin erzählt...

Es ist Samstag, ein Einsatz kommt rein. Ich nehme an. Die kleine Marie, 40. Woche tot geboren mit Trisomie 18. Der Bestatter will die Kleine Sonntag zu den Eltern nach Hause bringen, sie möchten gerne Fotos mit der Familie zu der auch zwei kleine Jungs gehören. Wieder eine ganz andere Situation als bei meinen ersten beiden Einsätzen. Ich telefoniere mit der Mutter. Sie wirkt gefasst und freut sich total, dass jemand anruft. Wir vereinbaren uns Sonntag Mittag bei ihnen zu Hause zu treffen. Nachmittags die Nachricht, der Bestatter bekommt die Kleine morgen nicht. Wir verschieben auf Montag Nachmittag. Beate ist mein Backup und immer im Hintergrund.

Montag morgen habe ich eine aufgelöste Mutter am Telefon. Der Bestatter war in der Klinik, er konnte die Kleine wieder nicht mitnehmen, es wird gestreikt in der Klinik. Ich bin fassungslos, beruhige die Mutter, dass wir das auf jeden Fall hinkriegen. Ich überlege noch, ob wir über Dein Sternenkind etwas erreichen können, aber es bringt nichts, der Bestatter hat heute keine Zeit mehr. Der Dienstag geht ins Land, ich kann heute auf keinen Fall, Beate hält sich bereit.

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Drei Jahre mit Marlene

Marlene wurde für ein kurzes Leben geboren. Das war vom ersten Tag an klar. Vor knapp drei Jahren gab es in der Klinik schon einmal Bilder von ihr, weil niemand wusste, ob Sie es überhaupt ins Leben hinein schaffen würde. Aber sie tat es und schenkte ihren Eltern diese Jahre.

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Kleines Winterkind - Mattis

Unsere Geschichte ist mitunter ein Beispiel dafür, wie es irgendwie nicht laufen sollte. Hätte ich an diesem Tag von Euch gewusst und all die anderen Dinge, wäre es wahrscheinlich anders gelaufen. Ich weiß nicht, wer oder ob hier überhaupt alle Geschichten gelesen werden die ankommen. Es sind bestimmt unzählige, aber wie schon dort stand, reden hilft und irgendwie hoffe ich, dass es dazu beiträgt - keine Ahnung, ob andere davon erfahren - dass andere Eltern, gerade in diesen frühen Schwangerschaftswochen den Abschied von ihren Kleinen schöner erleben können oder vielleicht auch wissen, dass auch andere es so "unschön" durchleben mussten.


Manchmal denke ich, ich habe gar kein Recht zu trauern, weil Mattis noch so klein war. Ich lese so viele Geschichten von "großen" Babys die ihre Reise antreten mussten und die Eltern, die so unendlich traurig sind. Jeder würde sich wahrscheinlich denken, ach, wenn uns das in diesen frühen Wochen passiert wäre und nicht jetzt, in so einer späten SSW, wäre es vielleicht nicht so schlimm. Aber auch so früh tut es so unendlich weh. Man hat sich doch auch schon auf den Kleinen gefreut. Und plötzlich ist von einer Sekunde auf die andere alles anders.

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Gewinner des Publikumspreises 2017 vom




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